Was für ein Spiel. Die Spanier hätten sie ja abschießen können. Aber auch trotz des aufholbaren Rückstandes war die Stimmung nicht gerade optimistisch. In der Halbzeitpause hat mich ein Superman – mit Deutschlandfahne als Cape – am Klo gefragt, ob ich glaube, dass wir es noch schaffen, das Spiel zu drehen
„Ich glaube nicht!“
„Mann, Mann, Mann, warum sind alle so negativ eingestellt, sogar schon auf der Toilette“.
„Aba i kann mit dem Ergebnis gut leben!“
„Wieso? Spanische Freundin?“
„Nein, Österreicher *teuflischlach*“
Ich will jetzt aber gar nicht so sehr auf das Spiel, dass sicher jeder gesehen hat eingehen, sondern mehr auf den Tag danach
Natürlich hab ich es mir nicht nehmen lassen, mein Fabregas Shirt am Montag in der Arbeit zu tragen und in der früh – auch wenns mit offenem Fenster fast zu kalt war – alle an meinem extra für diesen Tag besorgten spanischen Ska-Punk teilhaben zu lassen. In der Arbeit wars dann ziemlich ruhig. Fußball wurde nicht angesprochen und mit mir wollte heute sowieso keiner reden. Vielleicht hät ich nicht den ganzen Tag so blöd grinsen sollen
Richtig interessant wurde es dann erst in der Kantine unter den paar hundert Deutschen. Ich sags euch, wenn Blicke töten könnten, wär ich auch als Katze nicht mehr heil rausgekommen