Stille in Rehgensburg?

Mai 13, 2008 von rehgensburg

Nicht ganz. Ich war ja so beschäftigt, weil ich einw Care4Nini Kampagne organisieren wollte. Immerhin konntest/wolltest dir ja nicht mal Mexalen in der Apotheke kaufen, weils da so teuer sind. Aber nachdem du ja beim Bankomat den Wechselkurs nach 5 Wochen noch immer nicht gewusst und somit das Konto deiner Eltern um ein paar Euro erleichtert hast, bist ja nicht mehr darauf angewiesen ;-)

Was wäre also nach so langer Blogabstinenz besser angebrachter, als über mein tägliches Arbeitsgerät zu berichten. Meine Rakete, Pentium III mit 915, manchmal auch 916 MHz. Tja, mir fällt auch ab und zu nicht ein, wie alt ich eigentlich bin :-)

Also meine Herren bei da GKK, seids doch mit dem zufrieden was habts! :-)

Vom Einschalten bis zum Verschwinden der letzten Sanduhr vergehen sage und schreibe 25 Minuten. Für das Starten von Eclipse benötigt er dann noch einmal 5 Minuten. Zusammen mit dem Ausschalten sind das über die ganze Praktikumsdauer fast 35 Stunden … also eine ganze Arbeitswoche :-O

Auf Davids Frage möchte ich natürlich auch eingehen. Ja, ich halte es mit den ganzen „Rolf-Rüdigers“ aus. Anfangs brodelte es bei mir auch, aber man lernt damit zu leben. Außerdem gibts ja noch die Ur-Bayern, die ab und zu durch die Gegend „bellen“. Die gleichen das wieder aus ;-)

Aber warum können sie englische Begriffe nicht auch englisch aussprechen? „JaaaaaWaaaaa“ oder „GeeeePeeeeEssss“ sind nur ein paar Beispiele, die mich noch heute zur Verzweiflung bringen. Und zum allerletzen mal, es heißt „Kaffee“ mit „eeeee“ und nicht „Kaffffffe“!

Sie haben Post!

April 24, 2008 von rehgensburg

Ja von wem denn? Die neue Adresse kennt doch fast niemand. Also Brief vorsichtig öffnen und staunen. Es ist soweit … ich bin ab sofort „Ausländer“ … hochoffiziell, steht zumindest in dem Brief der Ausländerabteilung der Stadt Regensburg.

Womit sich der Kreis zum Personalausweis schließt (siehe „Der Anschluss“). Der Brief ist sozusagen mein neuer Personalausweis, welcher natürlich NUR mit meinem Pass gültig ist!? Tolles System!

@david: mittlerweile hab ich auch schon ein Konto. Nicht alle Banken sind so wählerisch wie die Deutsche Bank ;-)

Hey, du bist aus Österreich, das hört man :-)

April 20, 2008 von rehgensburg

Letzten Mittwoch war eine verpflichtende Einführungsveranstaltung für alle Rookies, die gerade neu eingezogen sind. Dabei wurde das Heim mehr oder weniger genau vorgestellt und die wöchentlichen Termine fürs Sportprogramm und sonstige Aktivitäten bekanntgegeben. Anscheinend ist es normal, dass meine Dusche lebt. Also habens die anderen auch nicht besser. Schön zu wissen ;-)

Danach war noch der erste Barabend, der ab sofort wieder jeden Mittwoch stattfindet. Dabei habe ich gleich noch ein paar neue Leute kennengelernt, deren Namen ich jetzt schon wieder vergessen habe. Norddeutsche, Bayern, so richtige Bayern und Bayern, die sich so anhören, als wären sie Norddeutsche. Wenigstens ich wurde sofort als Österreicher identifiziert ;-) . Der Großteil hier studiert irgend ein Lehramt, ist sich aber noch nicht sicher ob Unterrichten das Richtige ist. Tja, was sagt man dazu, ihr seid wahrlich auf dem richtigen Weg, weiter so! :-)

Ein paar Exoten sind auch dabei, ……………………………………….. ……………………… und Bewegungstherapie (war einfach zu lange zum merken). Ein anderer wollte eigentlich zur Bundeswehr, hat sich aber dann doch für Politikwissenschaften entschieden. Auf meine Frage, was man danach machen kann, konnte er eigentlich nicht antworten und musste selber lachen. „Also man kann wirklich was draus machen, wenn man engagiert ist, z.B. zur UNO gehen …… oder aber du kackst einfach nur ab.“ Da ich schon kompetentere Menschen getroffen habe, wünsche ich ihm hiermit viel Glück. Er wirds brauchen ;-)

Am Freitag gabs dann auch schon das erste Erfolgserlebnis in der Arbeit, denn nachdem ich die Arbeit für drei Wochen in vier Tagen gemacht hatte, schickte mich mein Betreuer nach hause. D.h. ich konnte schon am frühen Nachmittag Richtung Heimat aufbrechen :-)

Beim Mittagessen wurde ich dann noch gefragt, ob es bei uns in Österreich auch rivalisierende Städte gibt, so wie z.B. Köln – Düsseldorf. Ich hoffe meiner Antwort „Alle gegen Wien!“ kann jeder zustimmen ;-)

Der Anschluss

April 17, 2008 von rehgensburg

Nein, es ist nicht 1938 und ich habe den Spieß nicht umgedreht wie vielleicht einige denken ;-)

Sondern ich wurde nach über einwöchiger Abstinenz endlich an das Rechenzentrum der Uni Regensburg angeschlossen, das sich schwieriger herausstellte, als ich dachte. Nachdem das sogenannte FH-Sammelgebäude am Uni Gelände ist und nicht wie ich dachte bei der FH … wie bin ich bloss auf die Idee gekommen … musste ich nur noch die zwei betagteren Herren im fünften Stock davon überzeugen, dass ich Student bin.

„Internet bekommen sie nur wenn sie auch hier studieren!“ oder „A geh, Fachhochschulen gibts doch in Österreich gar nicht.“ waren nur ein paar ihrer Argumente gegen mich.

Am Ende konnte ich sie aber doch dazu bringen, mich freizuschalten – aber erst nach einer Ausweiskontrolle, denn der Studentenausweis könnte ja gefälscht sein.

„Ihren Personalausweis bitte.“

„Ähm, so was ham wir in Österreich ned“

„So was gibts bei euch ned? Sie wissen aber schon, dass sie hier in Deutschland immer einen Personalausweis dabei haben müssen.“

„Schön und gut, aber so was hab i trotzdem ned.“

„Ja … hams an Pass dabei?“

Natürlich, den hab ich immer dabei, zwischen meiner Impfkarte und dem Freischwimmer.

Also verzögerte sich das ganze noch mal um einen Tag, da ich ja erst MIT Pass zur Ausweiskontrolle erscheinen musste.

Deutsche Bürokratie

April 15, 2008 von rehgensburg

Nachdem ich ja gesetzlich dazu verpflichtet bin, meinen Hauptwohnsitz in Deutschland anzumelden, hab ich mir gedacht, ja das könntest du heute machn. Also auf in die Innenstadt zu einem der so genannten Bürgerbüros. Ja Nini, auch ich habe eine Nummer ziehen müssen, die 274. Hmmm, ganz schön hoch die Nummer, aber ich konnte mich gar nicht hinsetzen, da ich sofort aufgerufen wurde ;-) . Beim Schalter 6 lernte ich dann eine typische deutsche Beamtin kennen … jaja Freude durch Arbeit ;-)

„Dann brauch ich noch zwei Fotos von Ihnen.“ (natürlich nach den EU-Richtlinen, also nicht lachen – sehe ich etwa so aus, als gäbe es was zu lachen?) „Ja, wie jetzt Fotos machn?“, „Naja da hinten hama an Automaten, kostet 6 Euro“

Also auf zum Automaten, hinsetzen und die Anweisungen befolgen. „Bringen sie ihr Gesicht in die Mitte des Ovals und sehen sie gerade aus.“ Hätten sie den Hinweis wie man diesen verdammten Hocker in der Höhe verstellen kann, vorne und nicht hinten am Rücken angebracht, wäre das „kalibrieren“ vielleicht einfacher gewesen :-) . Nachdem man nur zwei der vier Fotos benötigt, konnte ich sogar noch zwei dieser flotten Teile als Erinnerung behalten.

Nur noch schnell ein Formular ausfüllen und ich hatte meine Anmeldung, die Lohnsteuerkarte und eine Geschenktasche – bin ja jetzt ein neuer Bürger – in den Händen.

Vom Erfolg beflügelt ging ich weiter zur nahe gelegenen Deutschen Bank, da ich ja noch ein Girokonto benötige. Doch so wies aussieht, bin ich den Banken nicht gut genug. „Haha, der Aufenthalt ist doch viel zu kurz, da richten wir ihnen kein Konto ein!“ Tja, das war wohl nichts, vielleicht finde ich ja noch eine andere Lösung, um jemals ein Gehalt überwiesen zu bekommen.

Nachdem ich jetzt schon mal in der Innenstadt war, konnte ich Regensburg einmal genauer erkunden. Wie die Linzer Altstadt mit verwinkelten Gassen, nur viel viel größer. Was mich jedoch etwas verwunderte, waren die Busse, die gerade so durch die engen Häuserschluchten passten bzw. dass die hier überhaupt fahren.

PS: falls mal wer was braucht, in der Altstadt gibts die Firma Delphi Test – schnell, sicher, diskret – welche sich auf Vaterschaftstests spezialisert hat ;-)

Der erste Tag

April 15, 2008 von rehgensburg

Wie könnte es anders sein, ohne Ausweis geht hier gar nichts. Also gleich mal zum Werksschutz Ausweis holen. Die wussten sogar, dass ich heute komme, Respekt. Auf meine Frage, ob ich mit meinem neuen Ausweis auch durch den Schranken komme, reagierte der Werksschutz empört: „Wieso? Sie sind doch nur ein Mitarbeiter“. Naja dann eben nicht, der wird noch von mir hören, wenn ich mich hochgearbeitet habe ;-)

Wie bereits erwartet, wars ein ganz normaler erster Tag. Natürlich war kein PC für mich da. Eine andere Werksstudentin richtete mir trotzdem schon mal einen Account ein. Dabei kamen natürlich wieder die üblichen Fragen, woher, warum, welches Studium usw.

Ihre Antwort verwunderte mich allerdings schon: „Moi süß, ein Österreicher! So einen hatten wir ja schon mal“ … Hallo, wir sind keine Haustiere!!!

Der Vormittag war dann ziemlich schnell vorbei und auf gings in die erste Mittagspause. Die Kantine ist ein Traum. 1. Schmeckts wirklich gut und 2. Praktikanten bekommen 50% … so solls sein!

Am Tisch wurde ich natürlich noch weiteren Kollegen vorgestellt. Und da waren sie auch schon – die Österreich-Fussball-Witze. Ich wusste, dass der Tag kommen würde, aber so bald?

A: „4 Monate? Das ist ja dann direkt ein längeres Praktikum!“
B: „Natürlich, er will doch im Juni im Land des Siegers sein.“

A: „Bei euch gehts doch nur darum, besser als die Schweiz zu sein.“
B: „Ja schon, aber der 15. Platz wird ja nicht ausgespielt!“

A: „Vielleicht gibts ja wieder eine Überaschung … wie damals … in Cordoba.“
B: „Wieso, was war da?“
A: „Naja, da haben sie gewonnen und dann wurden sie alle narrisch, die Österreicher.“

A: „Aber ihr seid doch schon im Aufschwung. Letztes mal hattet ihr sogar schon einen Vorsprung. Aber 3:0 hat halt nicht gereicht.“

Also bitte ÖFB Team, machts was … mir zuliebe.

Die Nachbarschaft

April 11, 2008 von rehgensburg

Was macht man ohne Internet und TV (der intelligente Auslandspraktikant nimmt nämlich alles mit, bis auf das Stromkabel seines Fernsehers) in seiner Zelle. Genau, man flüchtet und erkundet die Nachbarschaft. Also ging ich die Straße runter und was sehe ich da? Ein Kindheitstraum der wahr wurde. Ich wohne neben einem Toys’r'us!!!

Daneben befindet sich sogar noch ein kleines „Einkaufszentrum“. Einen kollektiven Haufen von unnützen Geschäften in einem Gebäude ist mir zuvor noch nicht untergekommen. Da konnte auch das Geschäft AWG „Alle werden glücklich“ nichts mehr ändern.

So wie es aussieht bin ich aber nicht in einem der besten Stadtteile untergekommen. Der erste Rat, den ich bei meiner Ankunft bekam, war, „Wennst a Autoradio hast, des ma ganz ausbauen kann, dann tus die Nacht über raus!“ Vielleicht sollte ich mich auch nicht davon beunruhigen lassen, dass hier lauter gelbe Softgun Kugeln am Gehsteig liegen? ;-)

Das Zimmer

April 11, 2008 von rehgensburg

Ich nenne es auch liebevoll „Die Zelle“ oder „Das Loch“. Die Küche, welche sich auch Gemeinschaftsraum schimpft, ist so vollgestellt, dass man gerade so durchkommt. Habe erst eine meiner Mitbewohnerinnen kennengelernt. Sie ist aus Südkorea und studiert in München Klavier … jeder weiter Kommentar überflüssig ;-)

Von ihr erfuhr ich auch, dass noch zwei weitere Frauen hier wohnen. Wie bitte? Noch zwei? In Anbetracht der Tatsache, dass die Dusche lebt, kann ich das einfach nicht glauben.

Tja, was könnte man zu dem Zimmer noch sagen? Naja es ist … „kompakt“. Ich habe aber die Suche nach der Tür zu den kaiserlichen Gemächern noch nicht aufgegeben.

Ein herrrzliches Grüß Gott aus …

April 5, 2008 von rehgensburg

REHgensburg, einer kreisfreien Stadt in der Oberpfalz im Freistaat Bayern. Wie könnte es auch anders sein, es regnet. Meine Befürchtungen, dass der Stadtname doch nichts mit dem Fluss Regen zu tun hat, werden hoffentlich nicht wahr ;-)

Nachdem ich im natürlich noch kein Internet hatte, werden die letzten Posts jetzt gesammelt veröffentlicht.

Time to say goodbye

April 5, 2008 von rehgensburg

Departure, la partida, départ oder einfach die Abfahrt. Es ist soweit. Dank zahlreicher Tetris Trainingseinheiten ist jegliches Hab und Gut im Auto verstaut (da soll noch mal einer sagen, der Polo ist klein).

Eine Stunde und 45 Minuten soll die die 226.72 km lange Reise zu unserem großen Nachbarn dauern. Hört sich etwas kurz an, aber das wird sich noch rausstellen.